Ein neues Juwel im Köngener Schmuckkästen: Unser BurgForum

„Ich wünsche den Schülerinnen und Schülern sowie allen anderen Nutzern viel Freude mit dem neuen Gebäude, ein schnelles Zusammenwachsen, ein gutes Miteinander und viel Vergnügen beim Entdecken der neuen Möglichkeit!“, so Bürgermeister Otto Ruppaner bei der Eröffnungsfeier vom Köngener BurgForum.

Bürgermeister Ruppaner erhält einen großen Hefeteig Schlüssel von Architektenehepaar

Eigentlich war die Einweihung dieses so bedeutsamen Projektes ganz anders geplant. Ein dreitägiges Fest unter Beteiligung der Schule, der örtlichen Vereine, der Kirchen, des Jugendhauses und vieler ehrenamtlicher Aktiver. Leider fiel diese Planung der Corona-Pandemie zum Opfer.
Dennoch wurde nun mit einer kleinen offiziellen Eröffnungsfeier am vergangenen Donnerstag das neue BurgForum in Köngen eingeweiht.
Zu Beginn begrüßte Bürgermeister Otto Ruppaner Landrat Heinz Eininger, den Köngener Ehrenbürger Bürgermeister a.D. Hans Weil mit Gattin, aus dem Regierungspräsidium Stuttgart die Leitende Regierungsdirektorin Sabine Reiser, die Leiterin des Staatlichen Schulamtes Frau Dr. Schimitzek, Steffen Weigel, Bürgermeister in Wendlingen und von der Ehmannstiftung in Savognin Herrn Tomas Casanova mit Gattin sowie Herrn Tom Green. Für die Gerhard und Christa Maier Stiftung Köngen hieß der Schultes die Eheleute Maier willkommen, sowie die Damen und Herren des Gemeinderates und die Vertreterinnen und Vertreter der örtlichen Vereine, Kirchen und der örtlichen Schulen sowie der Presse.
Mit einer PowerPoint skizzierte Bürgermeister Ruppaner die Idee, die hinter dem Gemeinwesenhaus steht: „Wir führen zusammen, was zusammen gehört und schaffen darüber hinaus einen Mehrwert für die gesamte Bürgerschaft. Für uns war es außerdem wichtig, dass wir im Falle eines Neubaus diesen so konstruieren und auslegen, dass er nicht nur 3-5 Stunden am Tag von der Schule genutzt wird und ansonsten leer steht. Daher haben wir darauf geachtet, dass er von morgens bis spät am Abend genutzt wird. Diese Ziele konnten wir mit unserem Burgforum mehr als erreichen“, freut sich Bürgermeister Ruppaner. Weiter beschrieb Herr Ruppaner in seiner Rede den zeitlichen Ablauf: „Getreu dem Motto „Erst grübeln, dann dübeln!“ haben wir uns im Anschluss an die Klausurtagung mit dem Gemeinderat 2016 für den Weg eines europaweiten VgV Verfahrens entschieden. Über 20 Büros aus ganz Deutschland nahmen an dem Wettbewerb teil und versuchten die vorgegebenen Ansprüche in der Architektur zu realisieren. Am Ende setzte sich im Nachgang an die Verhandlungsrunde das Büro N2 Architekten aus Fellbach durch.“ Die Entscheidung das Ehepaar Nitschke zu beauftragen erwies sich dabei als Glücksfall: „Die Qualität der abgelieferten Leistung, das Engagement vor, während und nach der Planungsphase sowie die Präsenz auf der Baustelle war und ist bislang herausragend“.
Bürgermeister Ruppaner beendete seine Rede mit einem Dank: Dieser ging zuerst an alle Unterstützer, die dieses Projekt in erheblichen Maßen finanziell unterstützt haben: Allen voran das Land Baden-Württemberg, vertreten durch Frau Reiser, mit dem die Maßnahme eng abgestimmt wurde. Weiter dankte Herr Ruppaner Herrn Fischer vom Regierungspräsidium Stuttgart und Herrn Gandbhir von der STEG Stuttgart im Rahmen der Städtebauförderung.
„Dann möchte ich mich sehr herzlich bei der Ehmannstiftung bedanken. Bei Ihnen sehr geehrter Herr Casanova, bei Ihnen sehr geehrter Herr Green und natürlich bei Dir, Lieber Kollege Hans Weil, der Du ja ein wichtiger und steter Botschafter für unsere Köngener Projekte innerhalb der Stiftung bist. Dann gilt unser Dank selbstverständlich der Gerhard und Christa Maier Stiftung, die insbesondere die technische Ausstattung nach den Wünschen des Jugendhauses finanziert hat und somit einen wichtigen Beitrag geleistet hat“, so Ruppaner. „Last but not least gilt in finanzieller Hinsicht mein Dank der Bürgerstiftung Köngen, die die Finanzierung der Küche im Jugendhaus übernommen hat“, beendete Bürgermeister Ruppaner seine Rede.
Weiter richtete sich der Dank des Schultes an den Köngener Gemeinderat, die Architekten Nitschke, KVL Bau Consult, allen Fachplanerinnen und Fachplanern sowie allen beteiligten Baufirmen.
Birgit Schwendtner-Schmitz und Christian Eiberger bereicherten den Abend mit musikalischen Gesangsbeiträgen. Die beiden Burgschullehrer gaben dem Eröffnungsrahmen zusätzlich einen feierlichen Charakter.
Anschließend führte SWR-Moderator Dieter Pahlke durch drei Gesprächsrunden.
In der ersten Runde kam Pahlke mit den Förderern ins Gespräch. „Es braucht eine pfiffige Idee und einen beseelten Gedanken, damit wir Projekte finanziell fördern. Das haben wir mit dem BurgForum in Köngen“, ist Sabine Reiser vom Regierungspräsidium spürbar begeistert.
In einer zweiten Runde beschreiben die zukünftigen Nutzer, wie sie die Räumlichkeiten mit Leben füllen. Gerhard Mettenleiter (Vorsitzender vom TSV Köngen), Petra Echsel (Schatzmeisterin DRK), Martin Raisch (Rektor Burgschule) und Matthias Dold (Leiter Jugendhaus) überzeugten mit kreativen Ideen, wie das BurgForum ab jetzt auf vielfältige Weise genutzt werden kann, sodass das eingangs genannte Ziel der multifunktionalen Nutzung eine sehr praktische Dimension einnahm.
Komplettiert wurden die Gesprächsgruppen mit den Baubeteiligten: Architekt Rainer Nitschke führte dabei aus, welche Herausforderungen im gesamten Bauprozess erfolgreich gemeistert wurden. „Wir durften hier ein Ideal schaffen. Diese drei Jahre hier in Köngen werden wir nie vergessen“, fasste Nitschke das hervorragende Ergebnis zusammen.
Aufgrund der Coronabedingungen waren leider keine geführten Besichtigungen in Gruppen möglich. Die Gäste erkundeten daher auf eigene Faust die Räumlichkeiten. In den Mehrzweckräumen standen Mitarbeiter vom Jugendhaus bzw. der Schulsozialarbeit zur Verfügung, um Fragen zu beantworten. Das Jugendhaus Trafo lud darüber hinaus dazu ein, mit selbstgemachten Cocktails mit und ohne Alkohol „Jugendhausfeeling“ zu schnuppern.
Abgerundet wurde der Abend mit einem erstklassigen Abendessen. Schwanen-Koch Patrick Domon und Mensa-Köchin Heike Köble begeisterten mit einem roten Gemüsecurry mit Basmati Reis. An kleinen Tischgruppen überzeugten sich die Anwesenden vom Mensabetrieb, der seit dieser Woche für die Schülerinnen und Schüler der Burgschule angeboten wird.