Zusammen für die Ukraine

Das Jusizministerium stellt auf seiner Homepage www.justiz-bw.de Informationen für die Bevölkerung zur Verfügung.

Hier werden fortlaufend FAQs, Musterschreiben sowie Informationen zum rechtlichen Hintergrund bereitgestellt.

Informationen finden Sie unter dem Reiter Migration.

Aufruf zur Unterstützung von Geflüchteten aus der Ukraine

Wir müssen damit rechnen, dass wir auch kurzfristig und zeitnah im gesamten Landkreis Esslingen und somit auch in der Gemeinde Köngen ukrainische Flüchtlinge aufnehmen werden.
Um diese zusätzliche Aufnahme in Köngen bewältigen zu können benötigen wir Ihre Unterstützung!

Wie kann ich helfen?  
Haben Sie leerstehenden Wohnraum (Wohnung oder Haus) zur Verfügung, den Sie kurzfristig vermieten können? Dann senden Sie uns bitte dieses Formular (147,1 KiB) ausgefüllt an ordnungsamt@koengen.de oder per Post an Gemeinde Köngen, Ordnungsamt, Stöffler-Platz 1, 73257 Köngen. 

Kann ich als Dolmetscher behilflich sein?
Für die Aufnahme der Geflüchteten freuen wir uns über Ihre Unterstützung als Dolmetscher für die ukrainische, die russische und bei Bedarf für die englische Sprache.
 
Kann ich als Pate behilflich sein?
Menschen zu unterstützen, sich in Deutschland zurecht zu finden ist besonders in der jetzigen Zeit von großer Bedeutung.  Zur Unterstützung bei der Ankunft, bei Behördengängen und der Alltagsbewältigung freuen wir uns, wenn Sie sich als Pate engagieren möchten. Senden Sie uns gerne Ihre Kontaktdaten für einen weiteren Austausch.
 
Was kann ich spenden?
Die Betroffenheit angesichts der Ereignisse in der Ukraine ist auch in der Bevölkerung groß und der Wunsch, den betroffenen Menschen Unterstützung zu bieten, ebenso. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten zu spenden, vor allem Geldspenden werden dringend benötigt.

Wer ist Ansprechpartner bei der Gemeindeverwaltung Köngen?
Sie erreichen Alexandra Carstens per Mail unter ordnungsamt@koengen.de oder telefonisch unter 07024/ 8007-33.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

der Krieg ist zurück in Europa. Was für viele schon als unverstellbar und überwunden galt, ist tatsächlich wieder bittere Realität geworden. Das russische Regime unter Wladimir Putin hat mit seinem Einmarsch in die Ukraine das internationale Völkerrecht gebrochen. Dieser Angriff ist aber nicht nur eine unerhörte Attacke auf das ukrainische Volk, sondern auch ein Feldzug gegen unsere freiheitliche und demokratische Werteordnung.
Dieses grausame Vorgehen darf nicht ohne Konsequenzen bleiben. Daher ist es zu begrüßen, dass sich die Regierungen in Deutschland und Europa zu namhaften Sanktionen gegen das russische Regime und auf Unterstützungsmaßnahmen für die Ukraine haben verständigen können.  
Im Lichte dieser Ereignisse ist es nach meiner persönlichen Überzeugung wichtiger denn je klar zum Ausdruck zu bringen, dass wir als Demokraten nicht bereit sind unsere Werte aufzugeben, sondern diese auch entschlossen verteidigen. Es ist daher auch höchste Zeit die Wehrhaftigkeit der Demokratie nicht nur in Sonntagsreden anzupreisen, sondern selbige auch mit allen notwendigen Mitteln glaubhaft zum Ausdruck zu bringen. Frieden und Freiheit sind keine Selbstverständlichkeit.
Wir als Gesellschaft sollten ein klares Bekenntnis für Demokratie, Freiheit, Toleranz, Menschenrechte und gegen jedwede Form von Gewalt ablegen. Hierzu gehören die unterschiedlichsten Formen von Solidaritätsbekundungen sowie konkrete Hilfen für diejenigen die am meisten unter diesem feindseligen Akt zu leiden haben.
Die humanitären Folgen für die Zivilbevölkerung der Ukraine werden verheerend sein. Unzählige Familien wurden und werden auseinandergerissen. Während die wehrfähigen Männer zwischen 18 und 60 Jahren in aller Regel die Ukraine verteidigen, sind es vor allem Frauen und Kinder, die in die europäischen Nachbarländer fliehen.
Die Zahl der Flüchtlinge, die aus der Ukraine zu uns kommen werden, ist noch nicht bekannt. Wir gehen aber davon aus, dass auch zu uns in den Landkreis Esslingen einige Menschen kommen werden. Damit wir uns auf diese Eventualität gut vorbereiten können, möchten wir heute um Ihre Mithilfe bitten.
Nachfolgend haben wir Ihnen eine Übersicht von Unterstützungsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt. Darin bitten wir Sie insbesondere um Mitteilung, ob Sie über leerstehenden Wohnraum verfügen, den die Gemeinde anmieten kann. Darüber hinaus bitten wir um Mitteilung, ob Sie der ukrainischen oder russischen Sprache mächtig sind, um ggf. für Alltagsbegleitungen bzw. Übersetzungen zur Verfügung zu stehen.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
die große politische Errungenschaft des Friedensprojektes „Europa“ im 20. und 21. Jahrhundert war es, dass Konflikte in Europa in Parlamenten und nicht in Schützengräben ausgetragen werden. Dass dies nicht selbstverständlich ist, wissen wir nun. Dauerhafter Frieden in Europa wird nur möglich sein, wenn die Demokratien Europas auch in Zukunft geeint, wehrhaft und geschlossen für dieses Projekt einstehen. Lassen Sie uns gemeinsam weiter an diesem Erfolgsprojekt arbeiten!
Ihr
 
Otto Ruppaner
Bürgermeister