Eichenprozessionsspinner: Informationen und Hinweise
In den warmen Monaten kommt es immer wieder zum vermehrten Auftreten des
Eichenprozessionsspinners. Die Raupen dieses Nachtfalters leben vor allem in
Eichen und können für Menschen und Tiere gesundheitliche Beschwerden verursachen.
Gleichzeitig gilt: Mit dem richtigen Verhalten lässt sich das Risiko gut kontrollieren.
Auch wenn der Eichenprozessionsspinner jedes Jahr auftritt, besteht kein Grund zur
Beunruhigung. Die Situation ist bekannt, und geeignete Maßnahmen werden regelmäßig
durchgeführt. Mit umsichtigem Verhalten können Sie sich und Ihre Familie zuverlässig
schützen.
Was ist der Eichenprozessionsspinner?
Der Eichenprozessionsspinner (EPS) ist ein heimischer Schmetterling. Seine Raupen
treten vor allem zwischen Mai und Juli auf und bilden auffällige Gespinste an Eichenstämmen
und -ästen. Charakteristisch sind die sogenannten „Prozessionen“, bei denen sich die
Raupen in Reihen fortbewegen.
Warum kann er problematisch sein?
Die Raupen besitzen sehr feine Brennhaare, die ein Nesselgift enthalten.
Diese Haare können Hautreizungen und Juckreiz verursachen, Augen reizen und
Atemwegsbeschwerden auslösen.
Die Haare können auch über die Luft verbreitet werden und ihre Wirkung über
längere Zeit behalten.
Wichtige Hinweise für Ihre Sicherheit
Bitte beachten Sie die folgenden Empfehlungen:
Abstand halten - meiden Sie befallene Bäume und abgesperrte Bereiche.
Raupen und Nester nicht berühren - auch scheinbar verlassene Nester können
noch Brennhaare enthalten.
Kinder informieren - erklären Sie Kindern, die Raupen nicht anzufassen und
Abstand zu halten.
Hunde anleinen - Tiere sollten nicht mit Raupen oder Nestern in Kontakt kommen.
Auf Beschilderung achten - Warnhinweise und Absperrungen dienen Ihrem Schutz.
Was tun bei Kontakt?
Kleidung wechseln und waschen, duschen und Haare gründlich reinigen, betroffene
Hautstellen möglichst nicht reiben. Bei stärkeren Beschwerden (z. B. Atemnot, starken
allergischen Reaktionen) wenden Sie sich bitte an eine Arztpraxis.
Meldung und Maßnahmen
Die Beseitigung von Nestern erfolgt durch geschulte Fachfirmen. Bitte versuchen Sie nicht,
Nester selbst zu entfernen. Durch Abflammen können sich die allergenen Brennhaare
verteilen.
Durch Aufmerksamkeit und das Einhalten der Hinweise tragen Sie aktiv zu Ihrer eigenen
Sicherheit und zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Natur bei.


