Lebensretter „Schwimmunterricht“ an der Mörikeschule

Gerhard und Christa Maier Stiftung finanziert ab September
dieses wichtige Angebot

(von links nach rechts): Vladimir Bunoza, Sabrina Scharrenberg, Gerhard Gorzellik, Otto Ruppaner, Günter Hoffelner, Christa und Gerhard Maier

Alljährlich dokumentieren die Statistiken eine traurige Zahl von Kindern aber auch Erwachsenen, die aufgrund von fehlender Schwimmkenntnisse beim Baden zu Schaden kommen. Ein wesentlicher Grund ist dabei sicherlich, dass viele Grundschüler diese Fähigkeit nicht mehr im Rahmen eines Unterrichts erlernen und auch von zu Hause oft keine Förderung in diese Richtung erfahren. Um diesem Negativtrend nun zu begegnen hat sich die Gerhard und Christa Maier Stiftung als eines ihrer Förderprojekte 2019 die Unterstützung und Finanzierung des Schwimmunterrichts für Drittklässler der Köngener Mörikeschule ausgesucht. Die über zwei Schuljahre angesetzte Förderung wurde jetzt von Christa und Gerhard Maier, Bürgermeister Otto Ruppaner sowie Gerhard Gorzellik und Günter Hoffelner als Stiftungsvertreter präsentiert. Vladimir Bunoza (Rektor Mörikeschule) und die Elternbeiratsvorsitzende Sabrina Scharrenberg, freuten sich riesig über diese Spende im Gesamtwert von rd. 8000€.

Dabei wurde deutlich, wie schwierig und aufwendig die Organisation eines solchen Schwimmunterrichtes ist, da sowohl persönliche Voraussetzungen (Rettungsschwimmertauglichkeit der Begleitlehrerinnen/ Vertretungsregelungen) erfüllt sein müssen, als es auch einer guten Ausgestaltung des Stundenplans bedarf. Um dieser großen Herausforderung gerecht zu werden, hat man sich an der vierzügigen Grundschule entschieden, zunächst nur die Drittklässler an dieses Angebot heranzuführen. Jede Klasse wird ein Vierteljahr am Stück ihren Schwimmunterricht im Inselbad Nürtingen absolvieren und nach Möglichkeit mit dem Erwerb des Seepferdchens abschließen. Dabei werden im Vorfeld sowohl die Eltern eingebunden, die über die Schwimmfähigkeiten ihrer Kinder befragt werden, aber auch persönliche Einschätzungen der Lehrkräfte, die entsprechend die Schülerinnen und Schüler je nach Kenntnisstand vor Ort in verschiedene Leistungsgruppen aufteilen. Bürgermeister Otto Ruppaner ergänzte, dass sich der Schwimmunterricht grundsätzlich nicht nur an die Kinder richten soll, die gar nicht schwimmen können sondern auch an die, die ihre Schwimmpraxis vertiefen und erweitern sollen. Gerhard Maier, der Stiftungsgeber, stellt rund 8.000,-- Euro in den nächsten Jahren zur Verfügung. Davon können die Busfahrt und die Eintrittsgelder des Inselbades finanziert werden ohne dass eine Zuzahlung in irgendeiner Form zunächst notwendig wird.
„Es war uns wichtig, dass das Angebot für die Kinder und deren Eltern kostenfrei bleibt und es nicht durch eventuelle Eigenanteile scheitern müsste.“
Günter Hoffelner und Gerhard Gorzellik, die beide neben ihrer Stiftungsmitarbeit auch im Gemeinderat aktiv sind, lobten das Engagement der Lehrkräfte und würden es begrüßen, wenn die Eltern durch die erworbenen Fähigkeiten animiert würden, auch in ihrer Freizeit wieder mehr mit ihren Kindern schwimmen zu gehen.
Elternbeirätin Sabrina Scharrenberg, die für die Eltern ihren Dank und ihre Begeisterung an die Stiftungsgeber aussprach, sieht auch in der beruflichen Einbindung vieler Eltern heute ein Problem bei der gemeinsamen Freizeitgestaltung und einem eventuellen Besuch der Bäder. Auch wissen viele Eltern vielleicht nicht, dass das Seepferdchen schon vor Schulbeginn bereits mit erreichen des 5. Lebensjahres erworben werden kann.
Christa und Gerhard Maier sowie Bürgermeister Otto Ruppaner und die beiden Gemeinderäte Hoffelner und Gorzellik dankten zum Abschluss nochmals dem Lehrerkollegium und Rektor Vladimir Bunoza für deren Engagement und Bereitschaft, dieses wichtige Modul „Schulschwimmen“ zu realisieren.