Peter- und Paulskirche
Schon 2 Jahre bevor sich das Herzogtum Württemberg der Reformation anschloß, entstand in Köngen eine evangelische Kirchengemeinde. Ihr Mittelpunkt ist die schöne und ehrwürdige Peter- und Pauls-Kirche, die von 1501 bis 1512 erbaut wurde. Sie ist ein besonderes Kleinod unter den Dorfkirchen Süddeutschlands. Beeindruckend ist die Bemalung der flachen Holzdecke (einmalig in gotischen Kirchen Süddeutschlands) und das kunstvolle Chorgewölbe. Viele wunderschöne Kunstwerke (Seitenaltar, Kreuzigungsgruppe, ein Grabmahl, das vermutlich nach Plänen von Heinrich Schickhardt entstanden ist, sowie Grabsteine des Ortsadels der Familien Thumb von Neuburg) schmücken das Gotteshaus.
Im Turm hängt die sagenumwobenen "Sauglocke", die auch im Köngener Wappen vorkommt. Sie stammt aus dem Jahre 1430 und zeichnet sich durch eine ganz besondere Klangfülle aus. Sie war als wertvolles Stück im 30 jährigen Krieg besonders gefährdet und wurde deshalb der Sage nach im Seewald eingegraben. Als endlich Frieden war, hatten Krieg und Pest alle um das Versteck Wissenden dahingerafft. Die Glocke blieb verschollen, bis sie weidende Schweine wieder aus dem Boden scharrten. Seither ist sie unter dem Namen "Sauglocke" weithin bekannt.