Das Rathaus hat sich im Laufe der Jahrhunderte zu einem schmucken, ortsbildprägenden Gebäude verändert. "Alt und unansehlich ist das Rathaus im Innern des Orts", steht in einer Oberamtsbeschreibung über Köngen aus dem Jahre 1845.
Seither hat sich das Bild doch deutlich gewandelt. Insbesondere die umfassende Erneuerung und Erweiterung im Jahre 1956 hat dazu beigetragen.Die Veränderung kommt seit der neuen Farbgebung im Juni 2001 noch deutlicher zum Ausdruck.
Weil die Räume im "alten" Rathaus nicht mehr ausreichten, sind zahlreiche Dienststellen seit Anfang der siebziger Jahre im Rathaus - Nebengebäude (Golterstrasse 1) untergebracht. Ausserdem befanden sich früher noch das "Arrest" (Ortsgefängnis), die Polizei und das Notariat im Rathaus. Das "Arrest" hat längst ausgedient, Polizei und Notariat haben ihre Diensträume in anderen Gebäuden im Ort. Auch der schmucke Sitzungssaal im "alten Rathaus" dient heute als Trauzimmer. Gemeinderatssitzungen finden seit 1988 in der Zehntscheuer statt.
Das Rathaus hat also doch gewichtige Veränderungen erlebt, selbst wenn man nur als einen kleinen Ausschnitt aus der wechselvollen Vergangenheit Köngen den Zeitraum der Oberamtsbeschreibung von 1845 bis heute zugrunde legt. Damals war Köngen ein "Pfarrdorf mit Marktrecht und 2167 evangelischen und 10 katholischen Einwohnern". Heute bewegt sich die Einwohnerzahl langsam auf 10.000 zu, wobei heute fast die Hälfte der Einwohner der Evangelischen Kirche und rund 2200 der Katholischen Kirche angehören.