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Schloss Köngen

Ein Landschloss auf uraltem Siedlungsgrund.

Die ältesten Teile des heutigen Schlosses stammen aus dem späten 12. Jahrhundert. Das Graubündner Rittergeschlecht Thumb ließ am Ortsrand ein Wasserschloss bauen.
Architektonisch „geadelt“ wurde das Schloss vermutlich von dem berühmten Baumeister Heinrich Schickhardt um 1620. Zahlreiche Veränderungen musste das Bauwerk über sich ergehen lassen, ehe Jakob Friedrich Weishaar, der Präsident der verfassunggebenden Ständeversammlung Württembergs, das Anwesen 1825 kauft. Bis in die 30er Jahre unseres Jahrhunderts war das Schloss ein Hort der Kultur. Hier wurde der bekannte „Bund der Köngener“ gegründet, von dem auch Hermann Hesse in einem seiner Romane schreibt.

Bandkeramische Fundstücke lassen darauf schließen, dass das repräsentative, renovierte Köngener Schloss auf uraltem Siedlungsgrund steht. Ein steingefasster Wasserkanal erinnert an die römische Besiedlung.

Christian Mali, der niederländische Vorimpressionist und die holländische Malerfamilie Peters hielten sich oft im Schloss auf. Kunsthistorisch am bedeutsamsten ist sicherlich der sogenannte „Rittersaal“ mit Bildnissen römischer und deutscher Kaiser, die vermutlich aus der Zeit der Renaissance stammen.

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