Die Agenda 21 ist ein internationales Aktionsprogramm, das 1992 auf der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro verabschiedet wurde. Die 178 Teilnehmerstaaten beschlossen einen Fahrplan für das 21. Jahrhundert mit den Zielen, die Lebensgrundlagen für alle Menschen und in allen Erdteilen jetzt und in Zukunft zu sichern. Sie soll in allen wesentlichen Lebensbereichen der Menschen sowohl in den Industriestaaten als auch in den Entwicklungsländern verwirklicht werden.
Der Begriff "Agenda" kommt aus dem Lateinischen und heißt soviel wie "was getan werden soll". Die Agenda 21 der UN ist in 4 Teile und 40 Kapitel unterteilt. Es werden vielfältige Handlungsfelder aufgezeigt. Besonderen Stellenwert haben die drei Komponenten Umwelt, Wirtschaft und Soziales, die hier eben nicht als einzelnes betrachtet werden, sondern vielmehr in dem Prozess zusammenwirken sollen.
Darüber hinaus werden die Kommunen als wichtige Akteure bei der Gestaltung der weltweiten Entwicklung anerkannt und benannt. Städte und Gemeinden sind die Orte, an denen das tägliche Leben stattfindet. Hier wird geschafft, gebaut, eingekauft, gegessen, hier fallen politische Entscheidungen, die uns unmittelbar betreffen. Die Orte, an denen Menschen sich direkt mit Ihrer Umwelt auseinandersetzen sind die Gemeinden. Hier wird über Nutzung der Flächen, Versorgung mit Trinkwasser, Energie und Wohnraum bis hin zum Kulturangebot, entschieden.
Im Kapitel 28 der Agenda 21 werden deshalb alle Kommunen der Erde aufgefordert, ihre eigene, jeweils den besonderen Bedingungen vor Ort angepaßte Agenda 21 aufzustellen.