Kindergarten Schulberg fertig gestellt und seiner Nutzung übergeben

Am vergangenen Freitag wurde das modernisierte und erweiterte Schulberg-Gebäude offiziell eingeweiht. In ihm ist ( neben Kirchenräumen,)der Kiga Schulberg beheimatet, der nun eine Ganztageseinrichtung ist.  Im neuen Geschoss befindet sich (auch) der Stöffler-Saal, der zugleich Mehrzweckraum des Kindergartens und Veranstaltungsraum der Kirchengemeinde ist. Dieser teilbare Saal sorgt bei vielen Gruppen der Kirche für neue Möglichkeiten, denn erbietet nun technisch und optisch zahlreiche Nutzungsmöglichkeiten und das sogar barrierefrei!  Am kommenden Sonntag, 01.10.2017 nach dem Gottesdienst, gibt es Gelegenheit, die Einrichtung zu besichtigen.

Pfarrer Schönhaar begrüßte die geladenen Gäste zu Beginn und erinnerte an die Schwierigkeiten, die der 1967 entstandene Bau zunächst machte. Er war über viele Jahre doch etwas vernachlässigt worden, zumal auch die Peter- und Paulskirche dringend sanierungsbedürftig war und diese in den vergangenen Jahren deutlich mehr Mittel verschlang als vorgesehen. Der Pfarrer erinnerte sich deshalb an ein Gespräch mit Bürgermeister Hans Weil, der im Stiftungsbeirat der Ehmann Stiftung sitzt, die auch Mittel für die Kirchensanierung gewährt hatte. „Fast mit einem schlechten Gewissen“ so Schönhaar, habe er um Unterstützung für den Schulberg geworben und schließlich erhalten. Letztlich betragen diese nun 1,2 Millionen Euro, was so der Redner ergänzend, in dieser Höhe das Erhoffte weit überstiegen habe. Der Dank könne deshalb nicht größer sein, denn nur diese Großzügigkeit ermöglichte überhaupt ein solches Projekt zu stemmen. Weitere Mittel kamen von der bürgerlichen Gemeinde aber natürlich auch von der Kirchengemeinde selbst.
Bürgermeister a.D. Hans Weil freute sich mit den Bauherren über die gelungene Sanierung und Aufstockung. Er erinnerte an weitere Projekte, die von der Ehmann-Stiftung in Köngen finanziell unterstützt oder gar ganz realisiert wurden. Der Unternehmer Kurt Ehmann habe durch die Stiftung ein Lebensleistung hinterlassen, die einmalig in ihrer Hilfe ist und noch lange in die Zukunft wirken werde.
Architekt Volker Kittelberger vom Architekturbüro STUIBLE SCHLICHTIG ging im Anschluss auf die Schwierigkeiten des seit März 2015 geplanten Umbaus ein. So war nach dem Spatenstich im Juni 2016 schnell klar, dass die Bodengründungen doch deutlich schlechter waren als gedacht und so statische Rettungsmaßnahmen notwendig wurden. Die Erweiterung des Baus um ein Stockwerk, die zu einer Vermehrung der Fläche von 460 auf 712 qm führte, war durch die alte Statik nicht mehr stemmbar, und mussten teuer nachbearbeitet werden. Nun sei man froh im September diesen Jahres das Gebäude glücklich übergeben zu können, dass als Effekt der energetischen Sanierung künftig 4,3 Tonnen CO2 weniger im Jahr ausstoße als vorher.
Nächste Rednerin war die künftige Hausherrin, Karin Opifanti, die Leiterin des Schulberg-Kindergartens. Neben dem Team fühlen sich auch die Kinder in den neuen Räumen sichtlich wohl und hätten sie bereits in Besitz genommen. Sie erinnerte an die vielen Jahre der Behelfe, da so manche notwendige Sanierung/Renovierung hinten angestellt wurde. Von vielen Seiten waren wir immer wieder unter Druck geraten, erinnert sich die Erzieherin, aber nun seien alle baulichen Mängel behoben und die gesamte Anlage stark verbessert worden.
Bürgermeister Otto Ruppaner sprach für die bürgerliche Gemeinde von einer wertvollen Trias, die der Kirche – der Gemeinde – und die der Eltern. Nur durch die gute Zusammenarbeit dieses Dreigestirns sei ein solches Projekt zum Erfolg zu bringen und die notwendige Akzeptanz zu erreichen. Im Hinblick auf den ehrenamtlichen Bauleiter Andreas Rau und den zahlreichen Helferinnen und Helfern , die stets im Ehrenamt  im Einsatz waren, sagte er dass der bekannte Werbespruch „mach es zu deinem Projekt“ mehr als zutreffe. Er gratulierte allen Beteiligten, sowohl der Kirchengemeinde als auch dem Kindergarten zu den neuen Räumlichkeiten, die beiden Institutionen zur Verfügung stehen.
Ev-Marie Lenk, die Vorsitzende des Kirchengemeinderates erinnerte an die 2544 Stunden, die durch das Ehrenamt bisher geleistet wurden. Rund 40.000,-- Euro ist diese Arbeitsleistung wert, was unter anderem, neben dem ehrenamtlichen Engagement, der unermüdlichen Tätigkeit von Andreas Rau zu verdanken ist. Neben ihm gelte der Dank natürlich den ehrenamtlichen Helfern selbst, die Samstag für Samstag nie die Motivation verloren haben und stets ihre Arbeitskraft in den Dienst der Sanierung stellten. Auch den Eltern der Kindergartenkinder und dem Schulbergteam dankte Ev-Marie Lenk, da diese regelmäßig sich für die Versorgung des Bautrupps verantwortlich zeigten und mit allerlei Leckereien die Helferinnen und Helfer verwöhnten.
Im Anschluss gab es noch Gelegenheit, die neuen Räumlichkeiten zu besichtigen. Der Kindergarten ist aktuell mit einer Gruppe mit verlängerten Öffnungszeiten, einer Ganztages-/VÖ- Mischgruppe und einer Regel-Kleingruppe belegt.