Historie

Ein Schmuckstück in Köngen ist zweifelsfrei die Zehntscheuer aus dem Jahr 1722.

Die Zehntscheuer war ursprünglich in Besitz des Kloster Denkendorf. Dem so genannten „Großen Zehnt“, also die traditionelle Steuer der Bauern auf die Erträge, die sie auf ihnen von Adel oder Kirche überlassenem Ackerland erwirtschafteten, sollte dieser Bau eine Lagerstätte bieten.

Im Jahr 1722 erbaut, wurde das Fachwerkhaus jedoch Mitte des 19. Jahrhunderts frei gekauft. Nachdem es lange Zeit den ortsansässigen Bauern als Scheune und Stall diente, verfiel es mit der Zeit zunehmend und sollte 1985 sogar abgerissen werden. Nach einer aufwändigen Renovierung durch die Gemeinde strahlte das Gebäude Ende der 1980er Jahre jedoch wieder in neuem Glanz und gilt heute als wahres Schmuckstück der Region.

In diesem Fachwerkgebäude sind heute eine gut sortierte Ortsbücherei, eine Begegnungsstätte für Senioren, der Sitzungssaal für den Gemeinderat sowie ein Festsaal für private, gewerbliche und kulturelle Veranstaltungen aller Art untergebracht.